Bio - Der Unterschied
Pflanzenernährung
Der Biobauer ernährt in erster Linie den Boden mit Mist und Kompost. Zwischen zwei Gemüsekulturen werden oft Leguminosen (z.B. Klee, Soja, Luzerne, etc.) als Gründüngungspflanzen angebaut, welche den Stickstoff aus der Luft binden. Mikroorganismen im Boden sorgen für entsprechende Nahrung der Pflanzen. Reicht dies nicht aus, werden die Gemüsekulturen mit organischem (natürlichen) Horndünger zusätzlich ernährt. Die Umwandlung der Nährstoffe des organischeren Düngers in die Pflanze dauert länger als in der integrierten (IP) oder konventionellen Produktion und ist stark von der Witterung abhängig.
Unkraut
Der Bioanbau verzichtet vollständig auf Unkrautvertilger. Jäten von Hand und maschinell gehört zur täglichen Arbeit des Bioproduzenten.
Schädlingsbekämpfung im geschützten Anbau
Im „Krieg der Insekten“ werden im geschützten Anbau (Glas- und Folienhaus) Nützlinge wie Schlupfwespen, Raubwanzen, Raubmilben eingesetzt. Im Freiland ist diese Methode wegen der Fluchtgefahr dieser „Nutztiere“ nicht möglich. Dort sorgt eine Tierartenvielfalt für einen bestimmten Ausgleich.
Erwünschte Artenvielfalt im Freiland
Neue Oekoflächen (brachliegende Anbauflächen wie Buntbrachen und Wiesen) sowie grossflächige Biotope sorgen für eine gute Entwicklung der Artenvielfalt.
Nutztiere artgerecht halten und füttern
Kühe, Schweine und Schafe haben die Möglichkeit sich ganzjährig im Freien zu bewegen. Die Stallungen sind mit baulichen Massnahmen den artspezifischen Bedürfnissen der Tiere angepasst. Futtermittelzusätze sind verboten.
Bodenverdichtung - Wasserdurchlässigkeit
Nasse Böden werden durch maschinelle Bearbeitung und das Vertikulieren des Unkrauts verdichtet. Die Wasser- und Sauerstoffdurchlässigkeit ist für die Pflanze aber sehr wichtig, deshalb werden die Böden nur abgetrocknet bearbeitet und befahren.
Bodenbeschaffenheit - Bodenfruchtbarkeit
Nicht jedes Produkt gedeiht auf allen Böden gleich gut, schön und aromatisch. Eine gezielte Analyse des Bioproduzenten bestimmt heute weitgehend sein Sortiment. Dabei schont und fördert er die natürliche Bodenfruchtbarkeit durch eine ausgewogene Vielfalt seiner Kulturen und verhindert eine Übernutzung.
Wissen über den Biolandbau - Weiterbildung
Die Forschung über den biologischen Landbau hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Diese Dynamik wird in Zukunft noch dazu gewinnen. Die Fortbildung ist deshalb für jeden Biobauer ein absolutes Muss.
Vorteile für den Konsumenten
Haltbarkeit der Produkte
Durch das langsamere Wachstum ist die Haltbarkeit der Produkte verbessert.
Geschmack
Gerade auch durch das langsamere Wachstum können sich die Aromastoffe besser entwickeln. Die Bioprodukte sind in der Regel aromatischer.
Natur bleibt Natur
Wegen der wechselseitigen Abhängigkeit von Pflanze, Tier und Mensch ist der schonende biologische Landbau eine Produktionsart mit Zukunft.
Danke für Ihr Interesse.
